In der Zeit zwischen den Weltkriegen hatte Norwegen, wie der Rest Europas, mit Massenarbeits-losigkeit zu kämpfen. Das Niveau der Arbeitslosigkeit erreichte 1933 seinen Höchststand, als ein Drittel der organisierten Arbeiterschaft ohne Beschäftigung war. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine umfassende politische Übereinkunft darüber, dass die Vollbeschäftigung eines der wichtigsten Ziele der neuen norwegischen Wirtschaftspolitik sein sollte. Dieser Konsens wurde seitdem von den verschiedenen Regierungen aufrechterhalten.
Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen
|
1972 – 1,7 % |
1973 – 1,6 % |
1974 – 1,5 % |
1975 – 2,3 % |
1976 – 1,8 % |
1977 – 1,5 % |
1978 – 1,8 % |
1979 – 1,9 % |
1980 – 1,7 % |
1981 – 2 % |
|
1982 – 2,7 % |
1983 – 3,5 % |
1984 – 3,2 % |
1985 – 2,6 % |
1986 – 2 % |
1987 – 2,1 % |
1988 – 3,3 % |
1989 – 5,4 % |
1990 – 5,8 % |
1991 – 6 % |
|
1992 – 5,5 % |
1993 – 4,8 % |
1994 – 6 % |
1995 – 5,5 % |
1996 – 4,8 % |
1997 – 4 % |
1998 – 3,2 % |
1999 – 3,2 % |
2000 – 3,4 % |
2001 – 3,6 % |
|
2002 – 3,9 % |
2003 – 4,5 % |
2004 – 4,4 % |
2005 – 4,6 % |
2006 – 2,9 % |
2007 – 2,6 % |
2008 – 2,4 % |
2009 – 2,9 % |
2010- 3,5 % |
|
Die Prognose setzt voraus, dass sich die unruhige Situation an den internationalen und nationalen Finanzmärkten in den nächsten Monaten stabilisiert. Außerdem wird erwartet, dass der Erdölpreis hoch bleibt, sodass ein weiteres Wachstum der Erdölinvestitionen zu erwarten sei.
Buch: Erdölpolitik in Norwegen - Vorbild für den Umgang mit Ölreichtum? von Henrike Allendorf |
Norwegen ist der drittgrößte Öl- und Gasexporteur. Da die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder anhält und auch Modernisierungen für bestehende Anlagen anstehen, wird es bis 2009 umfangreiche Baumaßnahmen geben, ergänzt durch Infrastruktur- und Wohnungsbaumaßnahmen. Die Gewinnung von Erdöl und Gas ist ohne Frage eine Schlüsselindustrie innerhalb der norwegischen Volkswirtschaft, doch der Anteil an der Erwerbstätigkeit ist mit etwa 1,3 Prozent nur marginal.
| CNN berichtet über das reiche Norwegen | Geologen entdecken riesiges Erdgas-Reservoir |
In der Fischerei, Land- und Forstwirtschaft arbeiten immerhin noch 3,5 Prozent der Erwerbspersonen. Andere wichtige Wirtschaftszweige sind die Unternehmensdienstleistungen, das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits-, Schul- und Sozialwesen sowie der Groß- und Einzelhandel.
In der Ölindustrie besteht vornehmlich ein Bedarf an
- Ingenieuren (Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik),
- Technikern und
- Schweißern
Die Arbeitssprachen sind Norwegisch und Englisch.
Zum Thema Ölbohrinsel (Offshore)
Hier habt Ihr die Internetseite vom Kurs, mit sehr vielen Videos. So habt Ihr einen kleinen Überblick was euch erwarten. Alle Trainingseinheiten werden sechsmal geübt und alle 4 Jahre wiederholt. Unten folgend gebe ich Euch ein paar Firmenadressen die z.B.: Elektriker, Industriemaler, Gerüstbauer und Installateur suchen.
| Beerenberg | Cerno | Orange Group AS | Transocean |
Lasst die Finger weg von dubiosen Webseiten, bei denen Ihr erst Geld zahlen müsst um eine Liste Firmenadressen zu bekommen.
In der Schifffahrt gibt es einen Mangel an qualifizierten
- Schiffsoffizieren,
- Ingenieure,
- Maschinisten,
- Schiffselektriker und -mechaniker,
- Stewards,
- Köche und
- Monteure.
In der Bauindustrie ist vor allem in den großen Städten (Oslo, Bergen, Stavanger und Trondheim) die Nachfrage nach qualifizierten Baufachkräften hoch. Die besten Jobaussichten haben
- Schreiner,
- Tischler,
- Klempner,
- Rohrmonteure,
- Schweißer,
- Feinblechner,
- Gerüstbauer,
- Architekten,
- Straßenbauern,
- Steinsetzern,
- Gas-Wasserinstallateuren,
- Dachdecker,
- Maler und
- Bauingenieure.
Im Gesundheitswesen werden nach wie vor Fachkräfte gesucht, und zwar vor allem Zahn- und Fachärzte. Im Bereich Gesundheit ist es
- Ärzte,
- Krankenschwestern,
- Alten- und Heilerziehungspfleger.
Für die Erwerbstätigkeit spielt der Dienstleistungssektor die größte Rolle. Allein der öffentliche Dienst beschäftigt ein Drittel aller Arbeitnehmer. Die meisten von ihnen arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen. Zweitgrößter Arbeitgeber ist der Handel sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Fast ein Fünftel aller Erwerbspersonen arbeitet in diesen Wirtschaftszweigen.
In bestimmten Wirtschaftszweigen herrscht ein erstaunlicher Arbeitskräftemangel, besonders im Tourismus speziell ausgebildete
- Köche und
- Kellner,
sowie im Fahrzeugwesen
- Kfz-Mechaniker,
- Mechatroniker,
- Fahrzeuglackierer,
- Landmaschinenmechanikern und
- Karosserieklempner.
Außerdem werden
- Bus- und LKW-Fahrer
für den Transportgewerbe stets gesucht.
Die Nachfrage nach qualifizieren Mitarbeitern im Bereich des
- Bohrens,
- Servicetechnikern,
- Sprengmeister,
- Ingenieuren mit Hochschulabschluss (Bohrung, Brunnen, Elektrische Anlagen etc.),
- Geologen und
- Geophysikern
ist steigend.
11 000 offene Stellen in Norwegen laut Dagbladet am 17.08.2009

In diesen Bereichen rekrutieren einige Firmen auch aus dem Ausland. Man sollte auch unbedingt auf die Seriosität der Angebote achten.
Norwegen weist aktuell, vor allem in den oben genannten Branchen, einen erheblichen Fachkräftemangel auf. Um diesen Mangel zu beheben, werden gezielt EU-Ausländer als Gastarbeiter angeworben. Um die Attraktivität für ausländische Arbeitnehmer zu steigern, gewährt der norwegische Staat zahlreiche Starthilfen und finanzielle Anreize in den ersten 24 Monaten.
Am 1. Januar 2007 wohnten 415.000 Einwanderer in Norwegen, worunter Menschen verstanden werden, deren Elternteile beide im Ausland geboren wurden. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 8,9 %. Die Einwanderer verteilen sich nach den folgenden
Herkunftsländern:
- Polen (44.482 Personen), 0,9 % der Gesamtbevölkerung;
- Pakistan (30.161), 0,6 %;
- Schweden (28.730), 0,6 %;
- Irak (24.505), 0,5 %;
- Somalia (23.633), 0,5 %;
- Deutschland (20.916), 0,4 %;
- Vietnam (19.726), 0,4 %;
- Dänemark (19.284), 0,4 %;
- Bosnien und Herzegowina (15.683), 0,3 %;
- Iran (15.666), 0,3 %;
- Türkei (15.436) 0,3 %;
- Russland (13.914) 0,3 %.
(Stand: 1. Januar 2009)


Artikel Tagesanzeiger - Norwegen bietet am meisten Lebensqualität
Buch: Lebenserwartungen in Deutschland, Norwegen und Schweden im 19. und 20. Jahrhundert
von Hans-Ulrich Kamke, Rembrandt D. Scholz, Jens-Kristian Borgan
"Jeder Mensch hat verschiedene Vorstellungen von dem, was Lebensqualität ausmacht. Diese Bewertung ist abhängig von Lebensalter, Lebensumständen und Erfahrungen eines Menschen. Die meisten Definitionen stellen die persönliche Zufriedenheit ins Zentrum. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die versuchen die Lebensqualität von Menschen zu messen. Lebensqualität hat vier Dimensionen: körperlich, geistig, seelisch, materiell. Die Voraussetzung für sozialen Frieden ist die gerechte Verteilung von Lebenschancen und damit -qualität. Es geht um die Frage, ob unsere gesellschaftlichen Bedingungen ein gutes Leben ermöglichen. Was bei uns selbstverständlich zum Leben gehört, ist in den Entwicklungsländern oft nicht zu bekommen. Große soziale Ungleichheiten führen über kurz oder lang zu Konflikten, Hass und Gewalt. Lebensqualität kann man eigentlich nicht messen. Wie gut es einem geht, ist subjektiv. Jeder muss selbst bestimmen, was einem das Leben erleichtert. Man kann nur gleiche Vorraussetzungen schaffen". Textquelle
Vereine zur Förderung deutsch-norwegischer Beziehungen und Freundschaft
Norwegen ist ein Sozialstaat und eines der reichsten Länder
der Welt. Im Jahr 2003 steht Norwegen zum dritten Mal in Folge auf Platz 1 des
UNDP Entwicklungsindex über die nationalen Lebensbedingungen.
Im Vergleich mit dem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf der
EU (EU25=100) erreicht Norwegen 2005 einen Index von 169. Die
durchschnittliche Lebenserwartung in Norwegen liegt bei 78.7 Jahren (2001). Die
Bevölkerung befindet sich allgemein in guter gesundheitlicher Verfassung, und
die Sterblichkeitsrate bei Kindern ist extrem niedrig. Die Fähigkeit zum Lesen
und Schreiben ist praktisch zu 100% vorhanden, und fast jeder in der
Bevölkerung hat die obere Sekundarschulausbildung abgeschlossen. Es gibt keine extreme
Armut in Norwegen, und die relative Anzahl von Menschen an der Armutsgrenze ist
im Vergleich zu anderen OECD-Ländern gering. Das BIP pro Kopf ist hoch, und der
Wohlstand ist innerhalb der Bevölkerung relativ gleichwertig verteilt. In allen
Bereichen der Gesellschaft gibt es einen hohen Grad von Geschlechtergleichheit.
Die Anzahl der berufstätigen Frauen stieg in den 80er-Jahren und blieb seitdem
hoch.
Frauen in Führungspositionen In Norwegen lebt Frau am besten
Es gibt eine beachtliche Anzahl von Teilzeitbeschäftigten auf dem
norwegischen Arbeitsmarkt. Knapp die Hälfte aller Frauen und ungefähr 10% aller
Männer arbeiten weniger als 36 Stunden pro Woche.
Hier werden Ihnen häufige Fragen zum Thema Arbeiten, Reisen und Leben in Norwegen beantwortet:
norwegische Botschaft deutsche Botschaft (NO) UDI-Informationsdienst Statistik Norwegen Norwegen Freunde
| Visit Norway | Nord Update | In Norwegen |
| lofoten-online | fjordreisen | norwegen-insiderinfo | Norwegen Wissen | skandinavien.de |
| reuber-norwegen | fboller | schwarz auf weiss | Norwegen Portal |
Auch die Touristeninformationen sind wichtig, schließlich wollen Sie und Ihre Familie irgendwann mal Ihre Umgebung erkunden. Hier sind einige Informationen für
Norwegische Linksliste oder Forum (Links)
| Nordland Seite | DAS! neue Norwegenforum Foren von Menschen, die nach Norwegen ausgewandert sind. |
Staatliche Einrichtungen (Links)
Regierung und Ministern (engl) Norwegischer Parlament (engl) Gesundheitswesen (de) Norwegische Gesetze (engl) staatliche Gesundheitswesen (nor) Nationales Einwohnermelderegister (engl) Königshaus (nor) Landwirtschafts-ministerium (engl) Aufsichtbehörde
für Lebensmittel, Tiere und Pflanzen Thema Umwelt
Zentralamt für Ausländerfragen (de) Seefahrtbehörde (engl)
Parteien (Links)
| Arbeiderpariet | Sosialistisk Venstreparti | Venstre | Kristelig Folkepatri | Høyre |
Kommunen (Links)
Publikationen (PDF-Datei) zum Thema "Arbeiten in Norwegen":
Mobil-Europa-Norwegen Info-Prospekt Norwegen Leben und Arbeiten Taschenkarte Info Aufenthaltsgenehmigung Staatsbürgerschaft Familiennachzug Auswanderungschutzgesetz
