Das Königreich Norwegen (norwegisch: Kongeriket Norge/ Noreg, altnordisch: Norðvegr, Norvegr, Noregr „Nordweg“) ist ein Staat in Nordeuropa.
Das skandinavische Land grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Die Wirtschaftszone Norwegens in der Nordsee grenzt im Süden an die Dänemarks und im Westen an die Schottlands. Norwegens Staatsform entspricht einer konstitutionellen Monarchie mit einem parlamentarischen Regierungssystem und ist als Zentralstaat organisiert.


In der Zeit zwischen den Weltkriegen hatte Norwegen, wie der Rest Europas, mit Massenarbeits-losigkeit zu kämpfen. Das Niveau der Arbeitslosigkeit erreichte 1933 seinen Höchststand, als ein Drittel der organisierten Arbeiterschaft ohne Beschäftigung war. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine umfassende politische Übereinkunft darüber, dass die Vollbeschäftigung eines der wichtigsten Ziele der neuen norwegischen Wirtschaftspolitik sein sollte. Dieser Konsens wurde seitdem von den verschiedenen Regierungen aufrechterhalten.

In den 70er-Jahren führte die Erschließung der Ölfelder in der Nordsee in Kombination mit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik zu einer deutlich niedrigeren Arbeitslosigkeit in Norwegen als in anderen Industriestaaten. Die Probleme einer überhitzten Wirtschaft in Norwegen und weltweit führten zu einem neuen und ernsthaften Anstieg der Arbeitslosigkeit seit 1987-88.



Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen

1972 –

1,7 %

1973 –

1,6 %

1974 –

1,5 %

1975 –

2,3 %

1976 –

1,8 %

1977 –

1,5 %

1978 –

1,8 %

1979 –

1,9 %

1980 –

1,7 %

1981 –

2 %

1982 –

2,7 %

1983 –

3,5 %

1984 –

3,2 %

1985 –

2,6 %

1986 –

2 %

1987 –

2,1 %

1988 –

3,3 %

1989 –

5,4 %

1990 –

5,8 %

1991 –

6 %

1992 –

5,5 %

1993 –

4,8 %

1994 –

6 %

1995 –

5,5 %

1996 –

4,8 %

1997 –

4 %

1998 –

3,2 %

1999 –

3,2 %

2000 –

3,4 %

2001 –

3,6 %

2002 –

3,9 %

2003 –

4,5 %

2004 –

4,4 %

2005 –

4,6 %

2006 –

2,9 %

2007 –

2,6 %

2008 –

2,4 %

2009 –

2,9 %

2010-

3,5 %

 

 Quelle: OECD

Nach Angaben des staatlichen Statistischen Zentralbüros in Oslo waren im November 2007 insgesamt 42.000 Menschen als arbeitslos registriert, das entsprach einer Arbeitslosenquote von  2,5 %. Diese liegt weit unter dem Durchschnitt der EU- und OECD-Länder. Im Verhältnis zum November 2006 (2,9 %) sank die Quote in Norwegen um 0,4 Prozentpunkte. Oslo 11.01.2007 – In Norwegen gibt es zu viele Arbeitsplätze: Auf 60.000 freie Arbeitsplätze kamen im Dezember nur 50.000 Arbeitssuchende, wie die zuständige Behörde NAV mitteilte. Schon im Sommer ergab eine Untersuchung einen Mangel an Arbeitskräften, der sich weiter verschärft hat. Laut Statistik sind in Norwegen zwei Drittel der Arbeitssuchenden weniger als ein Jahr ohne ArbeitDie letzten Prognosen der norwegischen Arbeits- und Sozialverwaltung (NAV) zeigen, dass die Arbeitslosenquote 2009 etwa 2,9 % betragen wird.



Die Prognose setzt voraus
, dass sich die unruhige Situation an den internationalen und nationalen Finanzmärkten in den nächsten Monaten stabilisiert. Außerdem wird erwartet, dass der Erdölpreis hoch bleibt, sodass ein weiteres Wachstum der Erdölinvestitionen zu erwarten sei.


 Buch: Erdölpolitik in Norwegen - Vorbild für den Umgang mit Ölreichtum?
von Henrike Allendorf

Norwegen ist der drittgrößte Öl- und Gasexporteur. Da die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder anhält und auch Modernisierungen für bestehende Anlagen anstehen, wird es bis 2009 umfangreiche Baumaßnahmen geben, ergänzt durch Infrastruktur- und Wohnungsbaumaßnahmen. Die Gewinnung von Erdöl und Gas ist ohne Frage eine Schlüsselindustrie innerhalb der norwegischen Volkswirtschaft, doch der Anteil an der Erwerbstätigkeit ist mit etwa 1,3 Prozent nur marginal.

 CNN berichtet über das reiche Norwegen Geologen entdecken riesiges Erdgas-Reservoir

In der Fischerei, Land- und Forstwirtschaft arbeiten immerhin noch 3,5 Prozent der Erwerbspersonen. Andere wichtige Wirtschaftszweige sind die Unternehmensdienstleistungen, das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits-, Schul- und Sozialwesen sowie der Groß- und Einzelhandel.

 In der Ölindustrie besteht vornehmlich ein Bedarf an

  • Ingenieuren (Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik),
  • Technikern und
  •  Schweißern

Die Arbeitssprachen sind Norwegisch und Englisch.

Zum Thema Ölbohrinsel (Offshore)

Ich weiß jeder möchte auf eine Ölbohrinsel arbeiten. Gesucht werden Angestellte aus jedem Berufszweig, von Reinigungskraft bis hin zum Maler. Bezahlung ist hervorragend und die Arbeit läuft in eine Periode ab, z.B. zwei Wochen arbeiten und danach zwei Wochen frei. Nicht jeder Mensch hat die Veranlagung dort zu arbeiten. In Durchschnitt arbeitet man jeden Tag Minimum 12 Stunden und man ist auf kleinsten Raum isoliert. Ihr arbeitet nicht nur auf 1 Bohrinsel, sondern diese Arbeitstellen werden nach Bedarf gewechselt. Es könnte passieren, dass ihr plötzlich auf eine englische Insel springen müsst. Auf den Inseln befinden sich alle Nationalitäten, daher ist die englische Sprache ein muss. Eine weitere Pflicht ist der Sicherheitslehrgang, welcher vor Arbeitsbeginn erfüllt werden muss. Das GSK – Sicherheitskurs findet in Bergen und Stavanger statt und kostet rund 15.000,- NOK. Dies müsst Ihr vorher aus eigener Tasche zahlen. Selten bezahlen Firmen diese und wenn mit einem gebundenen zwei Jahresvertrag.
Hier habt Ihr die Internetseite vom Kurs, mit sehr vielen Videos. So habt Ihr einen kleinen Überblick was euch erwarten. Alle Trainingseinheiten werden sechsmal geübt und alle 4 Jahre wiederholt. Unten folgend gebe ich Euch ein paar Firmenadressen die z.B.: Elektriker, Industriemaler, Gerüstbauer und Installateur suchen.

Beerenberg
 CernoOrange Group AS   Transocean

Lasst die Finger weg von dubiosen Webseiten, bei denen Ihr erst Geld zahlen müsst um eine Liste Firmenadressen zu bekommen.




In der Schifffahrt gibt es einen Mangel an qualifizierten

  • Schiffsoffizieren,
  • Ingenieure,
  • Maschinisten,
  • Schiffselektriker und -mechaniker,
  • Stewards,
  • Köche und
  • Monteure.

In der Bauindustrie ist vor allem in den großen Städten (Oslo, Bergen, Stavanger und Trondheim) die Nachfrage nach qualifizierten Baufachkräften hoch. Die besten Jobaussichten haben

  • Schreiner,
  • Tischler,
  • Klempner,
  • Rohrmonteure,
  • Schweißer,
  • Feinblechner,
  • Gerüstbauer,
  • Architekten,
  • Straßenbauern,
  • Steinsetzern,
  • Gas-Wasserinstallateuren,
  • Dachdecker,
  • Maler und
  • Bauingenieure.

Im Gesundheitswesen werden nach wie vor Fachkräfte gesucht, und zwar vor allem Zahn- und Fachärzte. Im Bereich Gesundheit ist es

  • Ärzte,
  • Krankenschwestern,
  • Alten- und Heilerziehungspfleger.

Für die Erwerbstätigkeit spielt der Dienstleistungssektor die größte Rolle. Allein der öffentliche Dienst beschäftigt ein Drittel aller Arbeitnehmer. Die meisten von ihnen arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen. Zweitgrößter Arbeitgeber ist der Handel sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Fast ein Fünftel aller Erwerbspersonen arbeitet in diesen Wirtschaftszweigen.

In bestimmten Wirtschaftszweigen herrscht ein erstaunlicher Arbeitskräftemangel, besonders im Tourismus speziell ausgebildete

  • Köche und
  • Kellner,

sowie im Fahrzeugwesen

  • Kfz-Mechaniker,
  • Mechatroniker,
  • Fahrzeuglackierer,
  • Landmaschinenmechanikern und
  • Karosserieklempner.

Außerdem werden

  • Bus- und LKW-Fahrer

für den Transportgewerbe stets gesucht.

Die Nachfrage nach qualifizieren Mitarbeitern im Bereich des

  • Bohrens,
  • Servicetechnikern,
  • Sprengmeister,
  • Ingenieuren mit Hochschulabschluss (Bohrung, Brunnen, Elektrische Anlagen etc.),
  • Geologen und
  • Geophysikern

ist steigend.

11 000 offene Stellen in Norwegen laut Dagbladet am 17.08.2009


In diesen Bereichen rekrutieren einige Firmen auch aus dem Ausland. Man sollte auch unbedingt auf die Seriosität der Angebote achten.

Norwegen weist aktuell, vor allem in den oben genannten Branchen, einen erheblichen Fachkräftemangel auf. Um diesen Mangel zu beheben, werden gezielt EU-Ausländer als Gastarbeiter angeworben. Um die Attraktivität für ausländische Arbeitnehmer zu steigern, gewährt der norwegische Staat zahlreiche Starthilfen und finanzielle Anreize in den ersten 24 Monaten.



Am 1. Januar 2007 wohnten 415.000 Einwanderer in Norwegen, worunter Menschen verstanden werden, deren Elternteile beide im Ausland geboren wurden. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 8,9 %. Die Einwanderer verteilen sich nach den folgenden

 Herkunftsländern:

  • Polen (44.482 Personen), 0,9 % der Gesamtbevölkerung;
  • Pakistan (30.161), 0,6 %;
  • Schweden (28.730), 0,6 %;
  • Irak (24.505), 0,5 %;
  • Somalia (23.633), 0,5 %;
  • Deutschland (20.916), 0,4 %;
  • Vietnam (19.726), 0,4 %;
  • Dänemark (19.284), 0,4 %;
  • Bosnien und Herzegowina (15.683), 0,3 %;
  • Iran (15.666), 0,3 %;
  • Türkei (15.436) 0,3 %;
  • Russland (13.914) 0,3 %.

(Stand: 1. Januar 2009)

Artikel Tagesanzeiger - Norwegen bietet am meisten Lebensqualität

Buch: Lebenserwartungen in Deutschland, Norwegen und Schweden im 19. und 20. Jahrhundert
          von Hans-Ulrich Kamke, Rembrandt D. Scholz, Jens-Kristian Borgan

HDI - Index der Vereinten Nationen zur menschlicher Entwicklung in Norwegen (PDF-Datei engl.)

"Jeder Mensch hat verschiedene Vorstellungen von dem, was Lebensqualität ausmacht. Diese Bewertung ist abhängig von Lebensalter, Lebensumständen und Erfahrungen eines Menschen. Die meisten Definitionen stellen die persönliche Zufriedenheit ins Zentrum. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die versuchen die Lebensqualität von Menschen zu messen. Lebensqualität hat vier Dimensionen: körperlich, geistig, seelisch, materiell. Die Voraussetzung für sozialen Frieden ist die gerechte Verteilung von Lebenschancen und damit -qualität. Es geht um die Frage, ob unsere gesellschaftlichen Bedingungen ein gutes Leben ermöglichen. Was bei uns selbstverständlich zum Leben gehört, ist in den Entwicklungsländern oft nicht zu bekommen. Große soziale Ungleichheiten führen über kurz oder lang zu Konflikten, Hass und Gewalt. Lebensqualität kann man eigentlich nicht messen. Wie gut es einem geht, ist subjektiv. Jeder muss selbst bestimmen, was einem das Leben erleichtert. Man kann nur gleiche Vorraussetzungen schaffen".
Textquelle


                                                                                                                                 

Vereine zur Förderung deutsch-norwegischer Beziehungen und Freundschaft

 DNF

Buch: Besondere Beziehungen - Deutschland, Norwegen und Europa in der Ära Brandt (1966-1974)

Norwegen ist ein Sozialstaat und eines der reichsten Länder der Welt. Im Jahr 2003 steht Norwegen zum dritten Mal in Folge auf Platz 1 des UNDP Entwicklungsindex über die nationalen Lebensbedingungen.

Im Vergleich mit dem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf der EU (EU25=100) erreicht Norwegen 2005 einen Index von 169. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Norwegen liegt bei 78.7 Jahren (2001). Die Bevölkerung befindet sich allgemein in guter gesundheitlicher Verfassung, und die Sterblichkeitsrate bei Kindern ist extrem niedrig. Die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben ist praktisch zu 100% vorhanden, und fast jeder in der Bevölkerung hat die obere Sekundarschulausbildung abgeschlossen. Es gibt keine extreme Armut in Norwegen, und die relative Anzahl von Menschen an der Armutsgrenze ist im Vergleich zu anderen OECD-Ländern gering. Das BIP pro Kopf ist hoch, und der Wohlstand ist innerhalb der Bevölkerung relativ gleichwertig verteilt. In allen Bereichen der Gesellschaft gibt es einen hohen Grad von Geschlechtergleichheit. Die Anzahl der berufstätigen Frauen stieg in den 80er-Jahren und blieb seitdem hoch.

 Frauen in Führungspositionen In Norwegen lebt Frau am besten

Es gibt eine beachtliche Anzahl von Teilzeitbeschäftigten auf dem norwegischen Arbeitsmarkt. Knapp die Hälfte aller Frauen und ungefähr 10% aller Männer arbeiten weniger als 36 Stunden pro Woche
.

Sowohl der staatliche als auch der private Konsum sind seit 1900 ernorm angestiegen, und der Wohlstand der letzten Jahrzehnte ist in erster Linie der Entdeckung und Ausbeutung von Öl- und Erdgasvorkommen in der Nordsee zu verdanken.



Hier werden Ihnen häufige Fragen zum Thema Arbeiten, Reisen und Leben in Norwegen beantwortet:

 norwegische Botschaft deutsche Botschaft (NO) UDI-Informationsdienst
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Auch die Touristeninformationen sind wichtig, schließlich wollen Sie und Ihre Familie irgendwann mal Ihre Umgebung erkunden. Hier sind einige Informationen für



Norwegische Linksliste oder Forum
(Links)

 Nordland Seite
 DAS! neue Norwegenforum
Foren von Menschen, die nach Norwegen ausgewandert sind.

 


Staatliche Einrichtungen
(Links)

 Regierung und Ministern (engl) Norwegischer Parlament (engl)   Gesundheitswesen (de) Norwegische Gesetze (engl)  
 staatliche Gesundheitswesen (nor)  Nationales Einwohnermelderegister (engl)  Königshaus (nor)
 Landwirtschafts-ministerium (engl)

 Aufsichtbehörde
für Lebensmittel, Tiere und Pflanzen
 Thema Umwelt

 Zentralamt für Ausländerfragen (de) 
 Seefahrtbehörde (engl)

Parteien (Links)

 Arbeiderpariet
 Sosialistisk Venstreparti Venstre
 Kristelig Folkepatri Høyre


Kommunen  (Links)



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Publikationen (PDF-Datei) zum Thema "Arbeiten in Norwegen":

 Mobil-Europa-Norwegen Info-Prospekt Norwegen Leben und ArbeitenTaschenkarte Info
 Aufenthaltsgenehmigung Staatsbürgerschaft Familiennachzug Auswanderungschutzgesetz

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